Der Bitcoin Segen – oder doch eher ein Fluch?

In Allgemein by Mario ThömmesLeave a Comment

Von vielen geliebt, aber genauso von vielen gehasst - Der Bitcoin. Kaum jemand konnte sich dem Bann 2017 entziehen. Das Thema Kryptowährungen und Bitcoin wurde intensiv von den Medien aufgegriffen und löste damit einen ungeahnten Hype aus.

Allerdings ist der Bitcoin kein Phänomen, welches erst seit 2017 existiert. Der Ursprung liegt viel weiter zurück. Offiziell startete der Bitcoin am 3. Januar 2009. Entstanden ist er durch den Urinstinkt des Menschen, die Angst vor Verlust und Kontrolle durch andere. Die Bankenkrise und die steigende Angst vor Verlust des eigenen Geldes, zeigte einmal mehr wieder die Schwächen des Systems auf und welche Konsequenzen eine zentrale Verwaltung für alle mit sich bringt. Aus diesem Grund konzipierte der anonyme Author mit dem Synonym "Satoshi Nakamoto" den Bitcoin.

Die über die Jahre kontinuierlich steigende Nachfrage bestätigte und bestätigt noch heute die Daseinsberechtigung des Bitcoin und den Bedarf nach einer sinnvollen Alternative zum Fiat Geld. Der Trend hat sich soweit verstärkt, dass es mittlerweile über 1000 verschiedene Kryptowährungen und Assets, mit mehr oder weniger unterschiedlichen Anwendungsgebieten gibt. Nichtsdestotrotz bleibt der Bitcoin die Mutter aller Kryptowährungen und Assets.

Was früher eine relativ eingeschworende Gemeinschaft war, ist heute präsenter denn je und 2017 kam der Boom, der den Bitcoin Kurs zum explodieren brachte. Knapp $ 20000 für 1 Bitcoin wurden erreicht, so dass traditionelle Trader vor Neid erblassten. Kein Wunder, immerhin hat Gold nicht annähernd so einen hohen Preis, obwohl es selten und anfassbar ist! Infolgedessen begannen nicht nur positive Meldungen die Runde zu machen, vor allem die negativ Schlagzeilen hatten es in sich. Auch das einmischen durch Regierungen und Diskussionen zur Regulierung und Verboten von Kryptowährungen wurde aktuelles Thema in der Politik und ist es noch heute. Kein Mittel wurde ausgelassen um den Bitcoin den Menschen madig zu machen. Es wurden Vergleiche zur Dotcom und Tulpenblase angeführt, Verbindungen in die dunkelste Kriminalität, bis hin zum Darknet. 

Ab diesem Punkt, merkt jeder sehr deutlich, wie sich die Angst gewandelt hat. Menschen die auf das Potential des Bitcoin vertrauen sind zunehmender Unerwünscht von Banken und Regierungen. Und Warum? Sie bekommen Angst davor, was passieren könnte, falls die Nachfrage an Kryptowährungen immer weiter steigt. Meines Erachtens völlig unbegründet. Das Ganze war von Anfang an als Alternative gedacht gewesen, um Menschen eine Möglichkeit zu geben ihr teuer verdientes Geld in einer Form zu sichern, mit der sich ebenfalls Zahlungen sicher und schnell abwickeln lassen.

Und wo stehen wir jetzt in 2018?

Mit zunehmenden Ende des letzten Jahres verzeichnete der Bitcoin erhebliche Kurseinbrüche, die natürlich gleich alle Bitcoin Gegner auf den Schirm brachte. Sie fühlten sich absolut bestätigt, dass alles eine Blase sei und nun der absolute Crash im Gange wäre.

Doch wie sieht die Realität aus? Eines ist jedenfalls Fakt.

Was steigt muss auch fallen. Das liegt in der Natur der Märkte. Man muss ihnen Platz zum Atmen geben. Ein wichtiger Bestandteil sind sogenannte Retracements. Sie korrigieren Überreizungen im Markt. Darunter fallen Preise die zu hoch und zu niedrig liegen. Preise spiegeln nicht unbedingt den tatsächlichen Wert einer Sache wider, sondern schwanken um den eigentlichen Wert, so wie es bei alltäglichen Dingen ebenfalls gang und gebe ist.

Ein dermaßen rasanter Kursanstieg, auf knapp $ 20000, wie er in 2017 zu verzeichnen war, ist den vielen neuen Marktteilnehmern zu verdanken, die durch den Hype massiv in Bitcoin investiert haben. Große Massenbewegungen, die aufgrund der Nachfrage und des Angebots, den Preis nach oben getrieben haben. Doch es gibt auch genug Teilnehmer, die Profite durch den Kursanstieg mitnehmen wollten. Der Abverkauf bringt den Kurs zum sinken, doch gerade in einem solchen Markt, der relativ jung gegenüber seinen großen Schwestern und Brüdern ist, tummeln sich großteils unerfahrene Menschen, die bei jeder Schwankung in Panik oder Euphorie verfallen. Diejenigen, die sich mit technischen Analysen nicht befassen und keine Ahnung von Marktbewegungen haben, stehen sich deutlich schlechter. Viele sind nicht auf extreme Kursschwankungen vorbereitet und so wird aus Panik schnell etwas verkauft, obwohl der eigentliche Trend in eine andere Richtung geht. Die Folge - Massive Verluste und Marktteilnehmer, die genauso schnell wieder aussteigen, wie sie der Hype auf den Schirm brachte. 

Wenn auch der derzeitige mittelfristige Trend für viele nach einem Crash aussieht, so ist der langfristige Trend auf einer anderen Zeitachse immer noch aufwärts, was immer noch für eine Korrektur spricht und noch lange nicht das Ende, wie viele behaupten. Ich möchte hier keine zukünftigen Szenarien vorstellen, darum ging es mir in diesem Artikel auch nicht. Vielmehr ist Aufklärung wichtig um falsche Gerüchte und die anhaltende Unwissenheit aus der Welt zu schaffen, die den Bitcoin und Kryptowährungen betrifft. Dazu auch später in anderen Artikeln mehr.

Fazit

Das Jahr 2017 war ein großartiges Jahr für den Bitcoin. Es gab zwar Tiefs, aber um so mehr Höhen. Auch wenn 2018 nun mit massiven Abverkäufen startete und der nächste Anstieg noch auf sich warten lässt, wird Geduld schlussendlich, wie immer belohnt. Ausdauer ist der Schlüssel zum Erfolg. Der Bitcoin mit seiner Blockchain-Technologie ist ein Meilenstein der Entwicklung, die immer mehr Akzeptanz vermerkt. Zugegeben, bisher verläuft das Jahr sehr zögerlich, doch dafür wird der nächste gravierende Anstieg umso impulsiver. Für mich ganz klar eine Kaufentscheidung, um sich mit derzeit mit Bitcoins eindecken zu können. Zeiten wo Bitcoins noch zu $ 1000 erworben werden konnten, wird es allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben und darum lohnt sich das Warten auf einen solchen Einkaufspreis auch nicht. Wir liegen derzeit bei einem guten Einstiegspreis, der einen Kauf jedenfalls überlegenswert macht.

Mit diesen Worten, wünsche ich Euch nun ein schönes Wochenende mit super Wetter. 

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